Shoah-Namensmauergedenkstätte im Ostarrichipark Wien


Mehr als 75 Jahre mußten seit dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft vergehen, bis die Republik Österreich ihren in dieser Zeit der Verblendung ermordeten jüdischen Mitbürgern einen würdigen Ort der Erinnerung schuf, einen Ort des nicht Vergessens an mehr als 65.000 Kinder, Frauen und Männer, die während dieses Irrsinns ihr Leben lassen mußten.
Die damalige Regierung nahm das Gedenkjahr 2018 "1918 - 100 Jahre Republik, 1938 - 70 Jahre Anschluß an Hitlerdeutschland" zum Anlass, diesen Menschen eine letzte Ehre zu erweisen und dem heutigen Österreich und zukünftigen Generationen ein Mahnmal zu schaffen.
Die Initiative dazu stammt von Kurt Yakov Tutter, einem mit seiner Familie rechtzeitig aus Wien nach Belgien geflüchteten und später nach Kanada ausgewanderten Künstler.
Dieser wurde 1930 geboren und und bezeichnet sich selbst als 'ein echt's Weaner Kind' ...

Bereits 2000 ergriff Kurt Yakov Tutter die Initiative zur Errichtung einer Gedenkstätte für die ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger und gründete mit Mitstreitern den Verein Gedenkstätte Namensmauern.
Als Vorbild dienten die Städte Anderlecht, Thessaloniki, Paris und Amsterdam, wo bereits ähnliche Denkmäler stehen, jenes in Anderlecht seit bereits 1970.
Unterstützt wurde die Initiative vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und zahlreichen Persönlichkeiten und Organisationen.
Das Ziel war, allen etwa 65.000 ermordeten Menschen an einem zentralen und ruhigen Ort ein Denkmal zu schaffen, an dem ihrer gedacht werden kann.

Nach mehreren Umplanungen fiel die Wahl auf den Ostarrichipark in Wien, eine rund 7.500m² große Grünanlage in zentraler Lage unweit dem Schottentor an der Wiener Ringstraße.
Der Ostarrichipark ist sozusagen der Vorplatz der Österreichischen Nationalbank und auch der Campus Altes AKH der Universität Wien liegt unmittelbar daneben.
Dieser ist ein beliebter Treffpunkt im Zentrum der Stadt mit Grünflächen, zahlreichen Lokalen und Freizeiteinrichtungen.
Die Votivkirche, die Universität Wien und das Wiener Rathaus sind ebenfalls nur ein paar Schritte entfernt.

 

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