Der Wertheimsteinpark in Wien, Döbling, von der Heiligenstädter Straße kommend ...

Der Wertheimsteinpark in Wien

 
Der Wertheimsteinpark im 19. Wiener Gemeindebezirk, Döbling, wurde 1835 vom Fabrikanten Friedrich von Arthaber als Privatgarten seiner Villa an der Döblinger Hauptstraße angelegt.

1867 kaufte der Bankier, Großbürger und Rothschildvertraute Leopold von Wertheimstein, der auch viel Geld für Kunst und Literatur ausgab, das Anwesen.
Er zählte zu jenen Personen, die entscheidend zur kulturellen Blüte der Ringstraßenepoche beitrugen.
In seinen Salons waren Liszt und Rubinstein oder Brahms, Grillparzer und auch Ferdinand von Saar gerne und oft gesehene Gäste.

Portraitkopf auf Sockel von Julius Schlegel im Wertheimsteinpark in Wien ...Seine Tochter Franziska vermachte die Villa samt Park testamentarisch der Stadt Wien mit der Auflage, dass der Park als öffentliche Grünfläche erhalten und der Allgemeinheit zugänglich sein müsse.
1908, ein Jahr nach dem Tode Franziska von Wertheimsteins, wurde die Benützung der Parkanlage für die Öffentlichkeit frei gegeben.
In der Villa befindet sich seit 1964 das Döblinger Bezirksmuseum mit einem angeschlossenen Weinbaumuseum und etwas unterhalb im Park wurde ihr zu Ehren ein Denkmal errichtet.

Die Parkanlage befindet sich an den mittlerweile verbauten Abhängen des Wienerwaldes Richtung Donaukanal zwischen der Döblinger Hauptstraße, der Barawitzkagasse und der Heiligenstädter Straße und ist mit öffentlchen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Sie hat eine Fläche von mehr als sechs Hektar und ist, grob betrachtet, in zwei Teile gegliedert.

Der der Hohen Warte zugewandte Teil im Tal und an den Abhängen des ehemaligen Krottenbachestales ist großteils naturbelassen und nur von wenigen Wegen durchzogen.
Darin befinden sich noch Reste des Baches in Form eines Rinnsals und eines Schilfteiches.
Der ursprüngliche Bach wurde ab dem Ende des 19. Jahrhunderts eingewölbt und verläuft heute in 15 Metern Tiefe.

Die doch um einiges höher liegende eigentliche Parkanlage ist ein gepflegter Landschaftsgarten mit älterem Baumbestand, Strauchgruppen, Wiesen und Blumenbeeten.
Weiters befinden sich darin ein recht ordentlicher Kinderspielplatz und neben dem Denkmal der Franziska von Wertheimstein Büsten der Schriftsteller Ferdinand von Saar und Franz Keim sowie ein Portraitkopf auf Sockel von Julius Schlegel, dem Retter der Kunstschätze des Klosters von Montecassino.
Am Fuße des steilen Abhangs zur Heiligenstädter Straße Richtung Donaukanal gibt es auch noch eine Hundezone ...

Quelle: Parks und Gärten der Stadt Wien